FDP: Neue Halle statt Glasboden

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(Bild Pixapay)

Auf Initiative des Ausschussvorsitzenden Tim-Niklas Schöpp (FDP) kam die Diskussion im Ausschuss für Soziales, Jugend, Senioren, Kultur und Sport zustande – mit dem Ziel, miteinander und nicht übereinander zu sprechen. Die FDP Melsungen zieht ein klares Fazit zur Zukunft des Hallenbodens in der Stadtsporthalle. Ausgangspunkt der Diskussion war der Vorschlag von Bürgermeister Timo Riedemann, im Haushaltsentwurf 2026 der Verwaltung Mittel für einen Glasboden mit LED-Technik in der Stadtsporthalle einzuplanen. Die Mehrheit der Vereins- und Schulvertreter sprach sich dabei gegen diese Lösung aus: Zu empfindlich, zu unpraktikabel, zu teuer und im Alltag zu wenig erprobt.


Im Ausschuss wurden zahlreiche Argumente gegen einen Glasboden vorgetragen. Dazu zählen insbesondere:

Aus Sicht der FDP sind daher vor allem Kosten, Alltagstauglichkeit und langfristige Verlässlichkeit entscheidend. Nach Recherchen reicht eine von der Tribüne heruntergefallene Glasflasche der aus der Hand gefallenen Werkszeugs aus aus, um den Glasboden zu beschädigen. Reperaturkosten: ca. 3000-4000 Euro.

„Die Rückmeldungen aus den Vereinen sind eindeutig: Es geht nicht um Prestige, sondern um verlässliche Trainingsmöglichkeiten“, erklärt Sozialausschuss-Mitglied Joost Fastenrath (FDP). „Unser größtes Problem sind fehlende und verlässliche Hallenzeiten und nicht ein teures Experiment mit zu vielen Unbekannten.“


Sport ist ein zentraler Bestandteil von Gesundheit, Prävention und Lebensqualität. Gerade für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen ist regelmäßige Bewegung unverzichtbar. Deshalb muss die Stadt die Voraussetzungen für den Schul- und Breitensport stärken.

Viele Vereine stoßen bereits heute an ihre Kapazitätsgrenzen. Schulen und Ehrenamt benötigen mehr Raum für Training, Bewegung und Gemeinschaft. Aus Sicht der FDP muss die Sportpolitik deshalb konsequent am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet werden.


Die FDP spricht sich für eine zügige Modernisierung der Stadtsporthalle mit einem modernen, herkömmlichen Sportboden aus. Damit kann der dringend zu erneuernde Boden zuverlässig ersetzt und die Halle langfristig gesichert werden.

Ergänzend soll ein mobiler Rollboden für rund 50.000 Euro angeschafft werden. Dieser ermöglicht bei Bedarf einen blauen Spielfeldboden mit ausschließlich den Linien des Handballfeldes, wie er für TV-Übertragungen und einzelne Spiele gefordert werden kann.

„Wir müssen pragmatische Lösungen finden, die den Alltag in Schulen und Vereinen verbessern und gleichzeitig den Leistungssport unterstützen“, betont Joost Fastenrath.

„Die SG 09 Kirchhof ist ein Aushängeschild für Melsungen und den Frauenhandball in unserer Region. Wir stehen fest an der Seite der SG 09 Kirchhof“, erklärt FDP-Stadtverbandsvorsitzender Alexander Katzung. „Wenn sich die Anforderungen in der 2. Bundesliga in einigen Jahren ändern, muss die Stadt schnell einen Rollboden anschaffen werden. Zudem sollte sich die Stadt maßgeblich an den laufenden Kosten beteiligen.“


Langfristig setzt die FDP auf zusätzliche Kapazitäten im Sport. Eine neue Sporthalle würde Schulen und Vereine nachhaltig entlasten und Trainingszeiten deutlich erweitern.

„Wir werden uns für den Bau einer neuen Halle einsetzen“, so Katzung. „Sport ist ein zentraler Baustein für Gesundheit, Prävention und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“


Für die FDP Melsungen ist klar:
Nicht Prestigeprojekte, sondern die Bedürfnisse der Vereine und Schulen müssen im Mittelpunkt stehen.

„Nicht ein Luxusglasboden, nicht ein Experiment, sondern eine neue Halle für alle“, so Katzung weiter.